Passwörter & Sicherheit

Datenleck: Was tun, wenn deine Daten betroffen sind?

Ein Online-Shop meldet einen Hackerangriff, deine Adresse taucht in einer Leak-Datenbank auf: Was ein Datenleck für dich bedeutet und welche Schritte jetzt wichtig sind.

30. Oktober 20263 Min. Lesezeit

Fast jede Woche wird irgendwo ein Online-Dienst gehackt und es tauchen Kundendaten im Netz auf. Vielleicht hast du eine Benachrichtigung bekommen, vielleicht hast du es in den Nachrichten gelesen oder ein Leak-Check hat angeschlagen. Was jetzt zu tun ist, hängt davon ab, welche Daten betroffen sind.

Bin ich betroffen? So findest du es heraus

  • Betroffene Unternehmen müssen dich nach der DSGVO informieren, wenn für dich ein hohes Risiko besteht – achte auf Mails und Briefe des Dienstes (und prüfe, ob sie echt sind).
  • Prüfe deine E-Mail-Adresse beim HPI Identity Leak Checker oder bei Have I Been Pwned.
  • Prüfe deine wichtigsten Passwörter anonym in unserem Passwort-Leak-Check.

Passwörter anonym prüfen

Mit unserem kostenlosen Check kannst du geleakte Passwörter prüfen, ohne dass dein Passwort deinen Browser verlässt. Im Tab „E-Mail prüfen“ siehst du außerdem, ob deine Adresse in bekannten Datenlecks steckt.

Was tun? Es kommt auf die Daten an

Ändere das Passwort beim betroffenen Dienst und überall, wo du es ebenfalls nutzt – beginne mit deinem E-Mail-Konto. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Auch gehashte (verschlüsselte) Passwörter werden oft geknackt, wenn sie kurz oder einfach waren.

Woran du Betrug nach einem Datenleck erkennst

Nach großen Datenlecks folgt fast immer eine Welle gezielter Betrugsversuche. Typisch sind Mails, die angeblich vom gehackten Unternehmen kommen und dich auffordern, „zur Sicherheit“ deine Daten zu bestätigen, oder Anrufe falscher Bankmitarbeiter, die deinen Namen und deine Adresse bereits kennen. Echte Unternehmen fragen nie nach Passwörtern, PINs oder TANs.

Nach einem Datenleck bei deinem Online-Shop bekommst du eine Mail: „Bitte bestätigen Sie zur Sicherheit Ihr Konto über diesen Link.“ Was tust du?

Deine Rechte nach einem Datenleck

Nach Art. 15 DSGVO kannst du vom Unternehmen Auskunft verlangen, welche deiner Daten betroffen sind. Ist dir durch das Leck ein Schaden entstanden, kommt Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO in Betracht. Der Bundesgerichtshof hat 2024 entschieden, dass schon der Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten ein solcher Schaden sein kann. Für eine Beratung im Einzelfall kannst du dich an die Verbraucherzentrale wenden.

Für die Zukunft: Den Schaden kleinhalten

  • Für jedes Konto ein eigenes Passwort – dann bleibt ein Leck auf einen Dienst begrenzt.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung überall aktivieren, wo es geht.
  • Nur die Daten angeben, die wirklich nötig sind – Pflichtfelder sind oft weniger, als es scheint.
  • Alte Konten löschen, die du nicht mehr nutzt.
  • Ab und zu prüfen, ob deine Passwörter in neuen Datenlecks aufgetaucht sind.

Ist bereits ein Passwort betroffen, hilft dir die Anleitung Passwort gehackt – was tun? Schritt für Schritt weiter.

Möchtest du mehr lernen?

Zu diesem Thema haben wir eine ausführliche Lektion mit interaktiven Übungen erstellt.

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